04. April 2003
GRÜNE: "Der Deckel ist nicht tot!"
Infoseite zum Ausbau der B 224 zur A 52

"Ohne Deckel keine A 52“, macht Grünensprecher Bernd Lehmann noch einmal für seine Partei deutlich. Seit der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2003 vorliegt, in den der Ausbau der B 224 aufgenommen wurde, wird heftigst um die Planungen der zukünftigen Autobahn spekuliert.

„Der Bundesverkehrswegeplan macht gar keine Aussagen über einen Deckel oder über keinen Deckel“, stellt Lehmann klar und will von den Vermutungen zurück zu den Fakten kommen. Faktisch weise der vorliegende Entwurf Investitionsmittel für die einzelnen Bauprojekte aus. Danach ständen für den Ausbau der B 224 zur A 52 im Abschnitt zwischen Buer und dem Autobahnkreuz Essen/Gladbeck 67,4 Mio. Euro zur Verfügung. Dies entspricht in etwa dem Investitionsvolumen, den die Projektbeschreibung bereits im Mai des vergangenen Jahres für den 2,8 km langen Abschnitt vorsah. Damals wurden Kosten in Höhe von 63,0 Mio. Euro veranschlagt.

Auf Grundlage der damaligen Projektbeschreibung hatte der Regionalrat am 16.09.2002 die Priorisierung der Vorhaben vorgenommen. In der Sitzungsvorlage Nr. 61/2002 hieß es hierzu: „Bei der Ermittlung der Investitionskosten wurde ein ca. 700 - 800 m langer Tunnel auf dem Gebiet der Stadt Gladbeck mit berücksichtigt“. Obwohl der Tunnel noch nicht die gewünschte Länge von mindestens 1,1 km aufwies, wurde deutlich, dass die Forderung der Stadt Gladbeck und aller im Rat vertretenen Fraktionen Gehör fand. Die Grünen lehnten den zu kurzen Tunnel im Regionalrat ab.

„Die Investitionskosten für die A 52 haben sich seit dem nicht verringert, sondern wurden im Gegenteil nochmals um 4,4 Mio. Euro aufgestockt“, verdeutlicht Lehmann die vorliegenden Fakten. Die Grünen haben sich dennoch unmittelbar im Anschluss an die letzte Bauausschusssitzung schriftlich an den Landesbetrieb Straßenbau NRW gewandt und die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger bezüglich der Tunnelfrage unterstrichen. „Ich hoffe, dass diese Sorgen unbegründet sind, zumal Sie mit dem Widerstand aller Fraktionen und Parteien rechnen müssen, wenn die Ausbauplanung keine Überdeckelung der A 52 enthält“, betont Fraktionsvorsitzender Mario Herrmann in dem Schreiben.

Den persönlichen Kontakt zu seinen Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene sowie zu den Essener und Gelsenkirchener Grünen habe Lehmann schon aufgenommen. „Für einen grünen Politiker ist es nicht schwer, eine Autobahn abzulehnen“, so Lehmann. „Schwerer ist es, maximale Forderungen zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Abgasen an eine Autobahn zu knüpfen“. Genau um diese Verbesserung kämpfen die Grünen auf allen Ebenen.

„Der Deckel ist nicht tot“, nimmt Lehmann Bezug auf das vorliegende Zahlenmaterial. Die letzten Bund-Länder-Abstimmungen für den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans hätten gerade erst begonnen. Er sieht seine Partei mit ihren Positionen in dieser Abstimmung gut aufgestellt. Schließlich wünsche sich niemand in Gladbeck eine „normale“ Autobahn mitten durch die Stadt.

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